Gießereikoks ist ein wichtiges Material in der Metallgussindustrie und stellt die notwendige Wärmequelle und chemische Reduktionsumgebung für den Schmelzprozess bereit. Im Gegensatz zu metallurgischem Koks erfordert Gießereikoks eine höhere Nachreaktionsfestigkeit (CSR > 60 %), eine geringere Reaktivität (CRI < 30 %) und stabilere Verbrennungseigenschaften. Hochwertiger Gießereikoks weist typischerweise einen Aschegehalt unter 10–12 %, einen Schwefelgehalt unter 0,7 % und flüchtige Bestandteile von etwa 1,5 % auf, was eine stabile Schmelztemperatur und hochreines geschmolzenes Eisen gewährleistet.
Bei der modernen Gießereikoksproduktion werden in erster Linie qualitativ hochwertige, schwerflüchtige Kohlen (wie Kokskohle und Fettkohle) in präzisen Anteilen verwendet und die Koksstruktur durch spezielle Verkokungsprozesse, einschließlich Trockenabschreckung (CDQ), optimiert. Zu den wichtigsten physikalischen Indikatoren gehören: Bruchfestigkeit (M40) > 85 %, Abriebfestigkeit (M10) < 8 % und kontrollierte Porosität zwischen 35 und 45 %. Diese Parameter beeinflussen direkt die Durchlässigkeit des Kupolofens, die Schmelzeffizienz und die Qualität des geschmolzenen Eisens.
Die International Foundry Association (IFA) klassifiziert Gießereikoks in drei Güteklassen: Premium-Güteklasse für hochwertigen Präzisionsguss, Güteklasse 1 für den Guss von Automobilteilen und Güteklasse 2 für die allgemeine Gussproduktion. Durch die Auswahl der geeigneten Sorte kann die Schmelzeffizienz um 15–20 % gesteigert und der Gesamtenergieverbrauch um 8–12 % gesenkt werden. Mit zunehmenden Umweltauflagen steigt die Nachfrage nach emissionsarmem Gießereikoks (mit geringem Schwefel- und Stickstoffgehalt) rapide an und weist eine jährliche Wachstumsrate von 18 % auf.




